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@wishpride25. Juni

Erotische Comics: wenn das Verlangen lernt, einen Stift zu halten

Es gibt etwas ganz Besonderes an erotischen Comics. Sie zeigen nicht einfach nur Körper. Sie zeichnen das, was zwischen ihnen zirkuliert: Erwartung, Unruhe, Spiel, den Blick, der eine Sekunde zu lange verweilt, die Hand, die noch nichts getan hat und doch schon sehr viel sagt. Vielleicht ist genau das der Moment, in dem erotische Comics so spannend werden. Es geht nicht nur um Nacktheit oder Provokation. Es ist eine Kunst des Rhythmus. Ein Panel hält den Atem an. Ein anderes lässt etwas erahnen. Ein drittes schneidet genau im richtigen Augenblick ab. Wo ein einzelnes Bild alles auf einmal preisgeben könnte, wählt der Comic das Tempo. Er weiß, dass Begehren nicht immer aus dem entsteht, was gezeigt wird, sondern oft aus dem, was zurückgehalten wird. Seit den 1960er-Jahren hat der Erwachsenencomic Bewegungen der Freiheit, Gegenkultur, des Feminismus, der Provokation und der grafischen Experimente begleitet. Barbarella öffnete eine poppige und skandalöse Tür. Ah! Nana erinnerte daran, dass auch Frauen ihre Wünsche, ihren Zorn, ihre Körper und ihre Imaginationen erzählen können müssen. Danach setzten andere Künstlerinnen und Künstler, andere Verlage und andere Stile diese Erkundung fort: mal elegant, mal witzig, mal brutal, mal offen politisch. Was uns heute gefällt, ist, den erotischen Comic anders zu betrachten. Nicht als ein „eigenes“ Genre, versteckt ganz hinten im Regal. Sondern als Labor des Intimen. Ein Ort, an dem man Fantasie, Einverständnis, Macht, Scham, Selbstinszenierung, den männlichen Blick, den weiblichen Blick und jene köstliche Zone hinterfragen kann, in der die Imagination mehr leistet als das Bild. Erotische Comics haben diese seltene Stärke: Sie können sinnlich sein, ohne vulgär zu wirken, explizit, ohne arm zu sein, witzig, ohne leicht zu sein, verstörend, ohne aggressiv zu sein. Sie können dem Begehren eine Form geben, es aber auch hinterfragen. Und genau das macht sie heute so aktuell. Wenn euch das Thema neugierig macht, steht in Paris ein schöner Anlass bevor: Der erste Salon für erotische Comics findet am Sonntag, den 28. Juni, in der La Bellevilloise statt. Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern, Signierstunden, Stände, Zeichen-Masterclasses… Ein Nachmittag, um Begehren in Tinte, Papier, Linie und Imagination zu entdecken. 👉 Um das Erlebnis zu genießen und nichts zu verpassen, meldet euch jetzt für das Event auf WishPride an: https://wishpride.com/fr/events/61e19574-d715-428d-a21e-f3ffaf0ba808 Ein kultureller, sinnlicher und heiter neugieriger Ausflug. Kurz: ein sehr WishPride-Ausflug. #ErotischeComics #ErotischeZeichnung #SinnlicheKultur #Fantasien #Kreatorinnen #WishPride

Illustriertes Plakat für @wishpride mit einer Comiczeichnerin im rosa Blazer an einem Zeichentisch mit Tintenfläschchen und Skizzenpanelen, dazu „Das Verlangen zeichnet“, „Salon für erotische Comics“ und „Paris • 28. Juni“ vor einer Pariser Kulisse.
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