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@RadioRoma4. Juli

Ingrid Wishpride-Botschafterin 🌹 Mein Abendbrief ✍️ Ein paar Tage nach diesem A

Ingrid Wishpride-Botschafterin 🌹 Mein Abendbrief ✍️ Ein paar Tage nach diesem Abend voller Geständnisse auf dem Sofa haben wir uns ein Wochenende ganz für uns allein in La Grande Motte gegönnt. Privatstrand, brennende Sonne, das leise Rauschen der Wellen und dieses herrliche Gefühl, von allem weit weg zu sein. Wir saßen unter einem weißen Sonnenschirm, mein eingeölter Körper schimmerte, mein Mann an meiner Seite, der unaufhörlich und unauffällig meinen Oberschenkel streichelte. Sie war den ganzen Tag für uns da. Eine junge Kellnerin Anfang dreißig, goldene Haut, offenes Lächeln, schwarze Haare zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden. Sie hieß Léa. Jedes Mal, wenn sie uns unsere Cocktails brachte, blieb ihr Blick ein wenig länger auf mir hängen. Erst dezent, dann immer unverhohlener. Gegen 17 Uhr, als sie zwei neue Gläser auf den kleinen Teakholztisch stellte, beugte sie sich ein Stück näher zu mir. Ihr Parfum, eine Mischung aus Monoi und warmer Haut, hüllte mich ein. „Sie sind wirklich wunderschön“, flüsterte sie, ohne den Blick zu senken. „Ich habe seit einiger Zeit Mühe, mich zu konzentrieren …“ Mein Partner zog amüsiert eine Augenbraue hoch, sagte aber nichts. Er drückte nur meine Hand etwas fester. Léa machte weiter, mutiger: „Falls Sie heute Abend bleiben … ich habe um 21 Uhr Dienstschluss. Ich würde Ihnen gern noch einen letzten Drink anbieten. Zu zweit, oder … nur du, wenn du lieber möchtest.“ Sie schob einen kleinen gefalteten Zettel unter mein Glas. Ihre Nummer und ein dezentes Smiley. Dann ging sie davon, die Hüften leicht schwingend, sich bewusst, dass wir beide ihr nachsahen. Die Stille danach war geladen. Mein Herz klopfte heftig. Ich drehte mich zu meinem Mann um. Er lächelte, dieses leicht raubtierhafte Lächeln, das ich so sehr liebe. „Sie hat sich ja nicht versteckt, was?“ sagte er leise. „Und das auch noch vor mir …“ Ich lachte nervös. Wir haben lange gesprochen, ausgestreckt auf unseren Liegen. Über diesen unerwarteten Vorschlag. Über die Aufregung, die ich empfand. Über den Hauch von Eifersucht, den er ebenfalls eingestand, den er aber schon in Verlangen verwandelte. Wir fragten uns, ob das das Zeichen war, auf das wir gewartet hatten. Eine Frau. Allein. Mutig. Die es vor ihm gewagt hatte. An diesem Abend antworteten wir nicht sofort. Wir aßen mit Blick aufs Meer, Hand in Hand, und stellten uns die Szenarien vor. Ich zwischen ihr und ihm. Ihre beiden Münder auf meiner Haut. Ihre Hände sanfter als seine, ihre Küsse anders. Er, der zuschaut, mitmacht, mich vor dem Blick schützt und mir zugleich die Erlaubnis gibt. Gegen 22 Uhr schickte ich Léa schließlich eine Nachricht: „Wir sind noch am Strand. Komm auf diesen Drink vorbei … zu dritt. Ohne Druck. Einfach mal schauen.“ Sie antwortete fast sofort, mit einem einfachen ❤️. Wir wissen noch nicht, wie der Abend verlaufen wird. Vielleicht passiert nichts weiter als ein Drink und brennende Blicke. Vielleicht gehen wir weiter. Sicher ist, dass dieser unerwartete Vorschlag, offen vor meinem Mann ausgesprochen, unsere Erregung und unsere Nähe noch einmal gesteigert hat. Genau das brauchten wir: eine Tür, die sich ganz natürlich öffnet, ohne zu drängen, in einer wunderschönen Umgebung. Ich erzähle dir den Rest … wenn du möchtest. Mit Verlangen und Wohlwollen, Ingrid (das Herz klopft noch immer) Deine Wishpride-Botschafterin

Foto von @RadioRoma zeigt eine Person in einem weißen Spitzenoutfit, die auf einem Bett sitzt und ein Smartphone hält, bei warmem Innenlicht und mit einem Makramee-Wandbehang darüber.