Die Nacht, in der ich in einem Swingerclub fast alles zu zeigen wagte
Ich habe schon immer Dessous geliebt. Nicht nur, um Adrien zu verführen, auch wenn sein Blick mir unheimlich viel bedeutet. Ich liebe, was sie in der Art wecken, wie ich mich halte, gehe und mich im Spiegel betrachte. Sie verdecken meine Komplexe nicht unbedingt, aber manchmal lassen sie mich sie vergessen. Sie bringen eine andere Version von mir zum Vorschein: mutiger, sinnlicher, fast frech. Doch an dem Abend, an dem ich beschloss, nur einen transparenten Body zu tragen, um in einen Swingerclub zu gehen, fühlte ich mich viel unsicherer, als ich erwartet hatte. Es war ein sehr tief ausgeschnittener, fast vollständig transparenter Body. Meine Brust zeichnete sich ab, ohne wirklich verborgen werden zu können. Vor dem Spiegel mochte ich, was ich sah, aber ich hatte auch das Gefühl, nackt zu sein. Da war diese enorme Erregung, vermischt mit einer fast schwindelerregenden Verletzlichkeit. Ein Teil von mir wollte am liebsten ein Kleid darüberziehen und es nie wieder ausziehen. Ein anderer wollte die Tür des Clubs genau so öffnen und diese Frau, die ich im Spiegel sah, bis zum Ende annehmen. Als ich Adrien ansah, spürte ich, wie sich mein Bauch zusammenzog. Er war bewegt, ungeheuer erregt, aber sein Blick hatte nichts Grobes. Er sah mich an, als wäre ich schon vor Beginn des Abends die schönste Frau des Abends. Sobald ich im Swingerclub war, schienen alle meine Sinne geschärft. Die Musik vibrierte stärker, die Lichter streichelten meine Haut intensiver, und jede Luftbewegung auf meinem Körper ließ mich frösteln. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch wie mit zwanzig, vor einem ersten Kennenlernen, wenn man noch nicht weiß, ob man sich trauen wird, näherzukommen, zu küssen oder einfach nur ein paar Zentimeter voneinander entfernt zu bleiben. Ich hatte das Gefühl, Verlangen, Schüchternheit, Ungeduld und dieses fast jugendliche Hochgefühl neu zu entdecken, das der Alltag manchmal am Ende abschwächt. Und doch war ich dort mit dem Mann, der mein Leben teilt. Vielleicht machte gerade das das Gefühl so stark: Ich erlebte etwas Neues, ohne die Sicherheit dessen zu verlieren, was wir gemeinsam aufgebaut hatten. Blicke ruhten auf mir, und ich spürte sie. Ich werde nicht behaupten, dass sie mich störten. Ich mag es, angeschaut zu werden. Ich mag es, Verlangen in den Augen anderer zu lesen, zu spüren, dass ein Outfit ein Zögern auslöst oder dass ein Mann den Blick abwendet, bevor er ihn sich wieder zu traut. Aber an diesem Abend war nichts aufdringlich. Niemand folgte mir, niemand drängte sich auf, und kein Lächeln wurde als Versprechen gedeutet. In diesem Swingerclub zeigte ich deutlich mehr von meinem Körper als in einer normalen Disco, fühlte mich aber seltsamerweise weniger entblößt. Adrien musste nicht den Beschützer spielen. Er ist nicht besonders eifersüchtig und wusste, dass mir diese Blicke gefielen. Den ganzen Abend behandelte er mich wie eine Prinzessin. Er blieb aufmerksam, ohne besitzergreifend zu sein, nah, ohne mich in unserer Beziehung einzusperren. Sein Verlangen gab mir Sicherheit. Die Art, wie er mich ansah, machte die Blicke der anderen noch irritierender, weil ich wusste, dass ich sie genießen konnte, ohne dass daraus eine Schuld oder Spannung zwischen uns entstehen würde. Ich mochte es, begehrt zu werden, aber ich blieb frei, nichts zu geben. Mein Body sagte, dass ich sinnlich sein wollte. Er sagte nicht, mit wem, wie weit oder wie lange. Vielleicht ist das eines der Dinge, die mir das Swingen am deutlichsten beigebracht hat: Angeschaut zu werden heißt nicht, verfügbar zu sein. Fast nackt zu sein heißt nicht, sich anzubieten. Dann ergriff Adrien eine Initiative, mit der ich nicht ganz gerechnet hatte, auch wenn er diese Fantasie schon lange kannte. Er lud einen Mann ein, sich uns in einem intimeren Bereich anzuschließen. Sobald ich seine Absicht verstand, durchlief mich eine neue Welle. Mein Herz schlug so stark, dass ich das Gefühl hatte, mein ganzer Körper folge seinem Rhythmus. Der Mann war schüchtern. Dieses Zögern machte das Verlangen nicht kaputt, sondern jede Sekunde noch intensiver. Adrien beruhigte ihn, ließ ihn sanft wissen, dass er näherkommen oder seine Hand auflegen konnte, und suchte dabei weiter meinen Blick. Nichts geschah hastig. Jede Geste schien länger zu dauern, als sie tatsächlich dauerte. Ich spürte, wie Schauer über meine Haut liefen, mein Atem kürzer wurde und die Schmetterlinge mit einer fast vergessenen Kraft in meinen Bauch zurückkehrten. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Adrien meinen Körper an jemand anderen gab. Ich hatte das Gefühl, dass er mir half, die Tür zu einer Fantasie zu öffnen, die wir gemeinsam leben wollten. Er schuf einen Rahmen, in dem der andere Mann sanft sein konnte, in dem ich mich meinen Empfindungen hingeben konnte, ohne jemals die Fähigkeit zu verlieren, zu verlangsamen oder alles zu stoppen. An diesem Abend im Swingerclub verstand ich, dass Freiheit nicht aus dem wenigen Stoff kam, das ich trug. Sie kam aus der Gewissheit, dass jeder Blick, jede Annäherung und jede Geste an meinem Wunsch hängen blieb. Ich trug fast nichts. Und doch hatte ich mich nie so respektiert, so begehrt und so souverän gefühlt. Vicky, eine libertine Frau und seit drei Jahren Teil eines Swingerpaars. #swingerclub #swinging #swingerpaar #spitzenwaesche #weiblichesbegehren #libertin


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